Allgemeines zu FDM

Verfahren

Bei dem FDM 3D Druckvorgang wird eine Art Kunststoffseil mittels eines Extruders in eine heiße Düse (sog. „Hotend“) gedrückt, geschmolzen und in Schichten nacheinander aufgetragen, um das Modell Stück für Stück aufzubauen. Die Schichten sind in der Regel 0.2 mm hoch.

Oberfläche

Bedingt durch diesen Vorgang ist es nicht möglich direkt eine glatte Oberfläche des Bauteils zu erreichen. In vertikaler Druckrichtung werden am fertigen Teil feine Rillen zu sehen und spüren sein, da das herausströmende Material auf die bestehende Schicht „gepresst“ wird. Auch für das Erstellen von Details und filigranen Strukturen ist diese Methode eher nicht geeignet. Das Drucken von Überhängen o.ä. ist zwar, durch das Drucken von Stützstrukturen, möglich, hinterlässt bei starken Überhängen allerdings (deutliche) Spuren. Wenn das Modell schwer zugängliche Hohlräume o.ä. enthält, kann es auch schwer bis unmöglich werden die Stützstrukturen aus diesen vollständig zu entfernen. Die Oberfläche kann durch geeignete Nachbearbeitung, wie z.B. schleifen und grundieren/lackieren erheblich verbessert werden.

Eignung

Geeignet ist das FDM Verfahren für Teile, bei denen es weniger auf die Oberfläche und perfekte Maßhaltigkeit ankommt und das Augenmerk eher auf Funktionalität liegt. Beispiele hierfür wären einfache Geometrieprototypen oder auch generell Gehäuse bzw. Verpackungen. Auch funktionsfähige und einsetzbare Teile lassen sich so herstellen. Dabei sollte allerdings auf die Materialwahl geachtet werden, da nicht jedes Material für jeden Einsatzzweck geeignet ist.